Perlen der Woche 41/22

Charts waren gestern. ‘Perlen der Woche’ sind heute. Es handelt sich dabei um eine auserwählte Klangperlen - Liste von neuen Singles, EPs und Alben, die ich aus Zeitgründen nicht besprechen kann, euch aber nicht vorenthalten möchte. Die Angabe der KW bezieht sich nicht immer auf das Datum, an dem das Werk des Künstlers veröffentlicht wurde. Zeit ist relativ und gute Musik hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wie immer gilt: schreibt mich gerne an, wenn ihr in diese Liste wollt.


Hot Flowers- I Don’t Know - Rock

Einmal Abrocken bitte. Wir starten mit einer fulminanten Perle, die zwar eine Liveaufnahme mit nicht ganz perfekter Tonqualität darstellt, aber umso mehr das Talent und die Freude der Band am Spielen zeigt. Sänger und Gitarrist Arnaud reißt uns mit Drummer Sandy in einer Geschwindigkeit den Boden unter den Füßen weg, dass Luftgitarren gar nicht ausbleiben können. Kein Wunder, die beiden Künstler machen schon seit Ewigkeiten zusammen Musik. In der Bordeaux Garage Szene haben sie bereits einen festen Platz. Jetzt nur noch den Rest der Welt erobern.

Barista - Justice Now - Elektronik Folk

Die ersten Klänge leiten uns ein wenig fehl, denn sie lassen einen zarten Folksong über den Sommer vermuten. Aber dann folgt die volle Elektronik und der Kampfschrei von Barista, welcher den Song um 180 Grad wandelt. Nix mit zart. Ein neuer Song für die Gerechtigkeit! Obwohl im Song das Böse schon gewonnen hat. Umso wichtiger, dass endlich Gerechtigkeit ihren Platz bekommt. Unterstützen könnt ihr Barista bei Youtube.

YATWA- Good At Dying - Indie Pop

Die zweite Single Release der Wiener Jungs ist draußen. Ein bisschen Wehmut, Melancholie und Resignation vereinen sich zu einem sanften Indie Pop Sound, der die Hoffnungslosigkeit in weiche Farben kleidet. Das Video dazu könnte heißen ‘Lost on Handboot (oder wie heißt das?)’ und spiegelt das Trübsal blasen wunderbar wider. Am Schluss will man aber schon tanzen… Please tear down my reality!

Münchhausen - Lebenslauf - Pop Rock

Man schreibt ja keine Briefe mehr, aus, vorbei, alles digital. So auch der Lebenslauf von Münchhausen, der wie ein Liebesbrief daherkommt in einem entzückendem französischen Akzent. Musikalisch machen wir eine Gradwanderung zwischen Pop und Rock, vor allem die zweite Hälfte des Songs lädt mit seinem fulminanten Drive zum Abrocken ein. Die Einladung nach Paris steht, wenn es denn endlich mal klappen könnte. Es sieht so aus wie Schicksal. Also Koffer packen und nach Paris…

The Three Sum - Long Live The King - Punkrock

The Queen is Dead, Long live the King. Es wird laut. Die Singlerelease der Schweizer Punk ’n’ Roll Band rechnet mit mächtigen Menschen ab, die nur egozentrische Motive haben. Die Jungs wissen definitiv, wie sie mit Verstärkern umzugehen haben. Es wird geschrien, aufs Schlagzeug gehauen -und in die Gitarrensaiten - und spätestens in der sexy Bridge werden Wände wackeln und Kartenhäuser einstürzen. Für Fans von Papa Roach.

Romain Gutsy - If you dont mind - Folk Akoustik

Was wäre die Perlenliste ohne den gute-Laune-Song? Heute kommt er von Romain Gutsy und behandelt die Frage, wie die Welt aussehen würde, wäre sie frei von Drogen- und Sexsüchtigen, Politik und Gier. Wagt man gar nicht sich auszumalen… Bewaffnet mit Humor und Banjo singt Gutsy mit seiner tiefen warmen Stimme wie eine der Disney Cats auf den Straßen von Paris und lässt uns dabei anmutig den Spazierstock schwingen. Ohrwurm inklusive. I’m free…

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Warum ich Perlentaucher bin

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Lovi Did This - Monsters