Alex the Astronaut - Airport

Die heutige Klangperle kommt von der australischen Sängerin Alex the Astronaut und ist eine Hymne an die Liebe geworden. Airport heißt sie und kommt in Begleitung eines entzückenden Musikvideos. Vorneweg sei gewarnt, der Refrain hat alle Qualitäten eines Ohrwurms.

Alex the Astronaut, eigentlich Alexandra Lynn, ist eine junge und talentierte Songwriterin aus Down Under. Ihre Musikkarriere startete allerdings in Amerika, New York, als sie mit Hilfe eines Fußball Stipendiums dort ihr Mathe und Physik Studium begann. Ernsthaft? Mathe, Physik, Fußball und Musik? Was für eine Mischung! I like it! Bald erschienen erste Singles, EPs (To Whom It May Concern und See You Soon) und ein Live Album. Ihr Debüt Studio Album ‘The Theory of Absolutely Nothing’ erschien 2020 und wurde gebührend gefeiert. Der Erfolg blieb nicht aus. Ihre Songs wurden auf den hiesigen Streaming Plattformen bereits mehrere Millionen Male abgespielt. Nettwerk Music Group hat sie daher unter die Fittiche genommen.

You took the empty seat
Next to me Smiled
I turned the key
I’d forgotten how you kiss me

Photocredits Jess Gleeson

Ende 2021 - wer braucht schon eine Pause?- erschien ihre neue Single Growing Up, es ist eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden geworden. Dieses Lied ist nicht nur für Millennials geeignet, sondern auch für ‘reifere’ Menschen. Manche können sich ja jahrelang mit dem Thema des Erwachsenwerdens auseinandersetzen.

Musikalisch bleit Alex ihrer Indie Folklore Stilrichtung treu. Ich finde ja, dass ihre Musik Ähnlichkeiten zu Amy MacDonald aufweist. Der gleiche helle Gitarrenklang, eine ähnliche helle Stimme und den Rhythmus im Blut bzw. im Anschlag. Inhaltlich folgt Airport der Thematik der Vorgängersingle: “Es ist ein Nachfolger zu “Growing Up”, wenn du realisierst, dass du oft reflektieren, deine eigenen Fehler eingestehen und einiges tun musst, um in einer echten Beziehung zu sein.” Alex

Die Klangperle über eine immerwährende Liebe ist genau die richtige für hoffnungslose Romantiker wie ich es eine bin. Wenn du das Lied gehört hast, weißt du zwar immer noch nicht, wie es eigentlich endet, aber das ist ja das Schöne an offenen Enden. Wir machen es in unserer Vorstellung genauso, wie es sein soll. “Ich wollte eine nicht endende Liebesgeschichte schreiben, in der du entscheiden kannst, was passiert. Du selbst wählst dein Abenteuer.” Alex

Wie auch zuvor bei Growing Up ist der Refrain lyrisch kurz gehalten: “I’ve loved you all these years!” Bumm, da haben wir es! Eine Exklamation erschüttert die Grundfeste der coolen Understatement Liebe. Man kann ja nicht zu wenig sagen, wie sehr man sich mag…

Fernweh wird zu Heimweh

Im entzückenden Video zur Single wird Alex am Rollfeld eines Flughafens platziert. Ein Flugzeug mit der Aufschrift Rex rollt vorbei. Als Einleitung ein kurzer Ausschnitt der Notizen: Alex to America Trip. Schick in Anzug auf einer Wiese, mit roter Gitarre, blondem Kurzhaarschnitt ist sie eine Erscheinung. Zwischendurch fliegen Papierflieger durch das Bild. Sie wirkt recht ernst und angespannt. Aber das ist bei der Thematik ja auch kein Wunder: “ich wollte darüber schreiben, was passiert, wenn du eine dir wichtige Person nach so einer langen Zeit wieder triffst und auch über den Druck, der damit einhergeht” Alex.

In der anderen Storyline des Videos sind wir mit ihr in verschiedenen Fliegern unterwegs, nähern uns über Landkarten und Flughäfen dem eigentlichen Ziel New York. Hier findet ein langersehntes, emotionales Wiedersehen statt. Mit Hund. Wenn Fernweh zum Heimweh wird: “You look at me and cried I ran, pulled you in I am home again

Den letzten Schliff bekommt die Klangperle übrigens durch Daniel Chae (Run River North), der ihr Gitarrenspiel mit etwas mehr Volumen und Klangteppichen schmückt. Dadurch bekommt diese Perle diesen Hymnenartigen Touch, der für alle Julias und Romeos dieser Welt eine Freude sein wird.

Also, Balkontür aufreißen und seine Liebe hinausschreien…

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